Sinneswahrnehmung

Die visuellen, auditiven und räumlichen Sinneswahrnehmungen bezeichnen die Fähigkeiten, mit denen Menschen ihre Umwelt wahrnehmen.

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Teilleistungen

Teilleistungen sind Basiswahrnehmungen die notwendig sind, um eine optimale Auffassungsgabe zu garantieren. Sie werden in 5 Kategorie eingeteilt.

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Wichtige Fakten

Mindestens 10% - 15% der Bevölkerung sind von einer Legasthenie/Dyskalkulie betroffen.

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Visuelle-Optik

 

Optische Differenzierung:

Hat ein Kind Probleme mit der optischen Differenzierung, so fehlt ihm die Fähigkeit, geringfügige Unterschiede herauszufiltern. Optische Dinge, die ähnlich aussehen, werden nicht als ungleich erkannt, z.B. werden h und k oder o und a als gleich angesehen. Dies führt automatisch zu Fehlern.

 

Kurz gesagt: Das Kind muss Gleiches und Ähnliches als solches erkennen, also beispielsweise ähnliche Buchstaben (wie b und d) unterscheiden können.

 

 

Optisches Gedächtnis:

Kinder mit einem differenten optischen Gedächtnis haben oft nicht die Fähigkeit sich bestimmte Farben, Formen, Bilder, Gegenstände und natürlich Wörter zu merken. Diese optischen Informationen können nicht oder nur schwer gespeichert werden. Somit gelingt natürlich auch die Wortbildeinprägung sehr schlecht. Es kommt zur Verwechslung von o und a oder f und t oder m und n. Das sehr genaue und oftmalige Hinschauen auf die Vorlage beim Abschreiben ist bei diesen Kindern sehr auffällig.

 

Kurz gesagt: Das Kind muss sich Inhalte, die es gesehen hat, dauerhaft merken können (z.B. einzelne Buchstaben und Wörter).

 

Optische Serialität: 

Die optische Serialität ist die Leistung, zu wissen, welcher Buchstabe im Wort zuerst kommt und welcher danach. 

z.B. das man Buchstaben zu einem logischen Wort zusammen fügen kann. Beispiel: " singen" statt " snigen"

 

Kurz gesagt: Das Kind muss sich optische Eindrücke merken können (z.B. die Reihenfolge der Buchstaben in einem Wort). 

 

Auditiv - Akustik

 

Akustische Differenzierung:

Von akustischer Differenzierung spricht man, wenn der legasthene Mensch nicht genau das hört, was andere Menschen hören. Laute können nicht richtig aufgenommen und gewisse Laute nicht aus dem Hintergrund herausgefiltert werden. Es kommt dazu, dass z.B. harte und weiche Konsonanten nicht auseinander gehalten werden können. Verwechslungen, wie k und g, v und f, ä und e, d und t, usw. sind die Folge.

Zu Schwierigkeiten kommt es auch beim Unterscheiden des Gehörten. So kann es passieren, dass ein legasthenes Kind zwischen Sand und Land oder Vasen und Hasen keinen Unterschied hört. 

 

Kurz gesagt: Das Kind muss gleiche und ähnliche Laute und Wörter als solche hören können, also z.B. den Unterschied zwischen Kanne und Pfanne.

 

Akustisches Gedächtnis:

Das akustische Gedächtnis ist dazu da, dass man Gehörtes behalten, abspeichern und bei Bedarf wiedergeben kann. Es fällt legasthenen Kindern mit dieser differenten Teilleistung schwer einen längeren, gehörten Satz, fehlerfrei wiederzugeben. 

 

Kurz gesagt: Das Kind muss sich Inhalte, die es gehört hat, dauerhaft merken können (z.B. ein Gedicht)

  

Akustische Serialität:

Die akustische Serialität bezeichnet die Leistung, in einem Satz zu hören, welches Wort zuerst gesprochen wurde. Ebenso welcher Buchstabe oder welche Ziffer zuerst kommt und welcher nachher oder mit welchem Buchstaben ein Wort beginnt und endet.

 

Kurz gesagt: Das Kind muss hören können, in welcher Reihenfolge die Laute in einem Wort oder die Wörter in einem Satz gesprochen werden.

  

Raumorientierung:

Legasthene/Dyskalkule Kinder können auch große Schwierigkeiten mit Distanzen haben. Diese werden allgemein als Probleme in der Raumwahrnehmung bezeichnet, doch es steckt wesentlich mehr dahinter.

Das Kind muss sich bei der Raumeinteilung (beispielsweise im Heft) zurechtfinden. Es muss wissen, dass man links oben im Heft zu schreiben beginnt, oder abschätzen können, wie viele Wörter noch in die Zeile passen. Beim Lesen darf die Zeile nicht verloren werden. Räumliche Begriffe müssen richtig angewendet werden, 

Der gesamte Raum-und Zeitbegriff fällt in diesen Bereich. 

 

Körperschema:

Ist die Leistung, den eigenen Körper einzuschätzen (links - rechts)

Das Kind muss Unterscheidungen wie die, zwischen rechts und links sicher treffen können.

 

 

 

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