Erworbene Rechenschwäche

 

Der Erfolg von Interventionen (Förderung) beruht auf einer genauen Feststellung, welche Verursachung den Rechenproblemen des Kindes zugrunde liegt. Deshalb ist es auch so wichtig und notwendig zu erheben, ob eine biogenetische Dyskalkulie oder eine sogenannte erworbene Rechenschwäche vorliegt. 

Sind Verursachungen folgender Art vorhanden, so ist von einer erworbenen Rechenschwäche auszugehen:

 

Schulische Faktoren:

nicht angemessene Beschulung, gestörtes Lehrer-Schüler-Verhältnis, Lehrerwechsel, falsche Lösungsstrategien, relevante Vorkenntnisse wurden nicht erworben

 

Familiäre Faktoren: 

schwierige familiäre Situation, Scheidung, Tod eines Familienmitgliedes, Wohnortwechsel, Konkurrenz zwischen Geschwistern

 

Psychische Faktoren: 

fehlendes Selbstvertrauen, niedrige Erfolgszuversicht, Misserfolgsfurcht, Aggressionen, Depressionen, Aufmerksamkeitsstörung, Impulsivität

 

Körperliche bzw. physische Faktoren:

medizinische Hör-oder Sehprobleme, genetische Schäden des Zentralnervensystems, motorische oder sprachliche Faktoren.

 

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