Kraftakt "Ansage"

 

 

Betrachten wir ein Kind, dass z.B. eine Ansage schreibt. Welche Sinneswahrnehmungen/Teilleistungen werden dazu gebraucht?

Zuerst muss das Kind die Stimme des Lehrers aus allen anderen Geräuschen genau herausfiltern können, die es so in der Klasse gibt. Diese Leistung hängt mit der akustischen Differenzierung zusammen. Weiters muss das Kind verstehen, was der Lehrer gesagt hat, und es sich auch merken. Das ist wiederum die Leistung des akustischen Gedächtnisses. Nun wird der Satz in die einzelnen Worte und das Wort in die einzelnen Laute zerlegt, da spricht man von akustischer Serialität. Hier ist es sehr wichtig, dass das Kind die ähnlich klingenden Laute voneinander unterscheiden kann. Es folgt nun das Umdenken der Laute in die richtigen Buchstaben.

Dabei dürfen ähnlich aussehende Buchstaben nicht miteinander verwechselt werden. Hierfür braucht das Kind die Funktion der optischen Differenzierung, ebenso des optischen Gedächtnisses und der Raumwahrnehmung (Raumorientierung). Dann müssen die Buchstaben der jeweiligen Wörter in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Dazu muss das Kind die richtige Schreibbewegung mit der Hand ausführen. Dafür braucht es wieder die Funktion der optischen Serialität und der Raumwahrnehmung (Raumorientierung).

Schließlich muss das Kind die verschiedenen Bedeutungen der einzelnen Wörter im Satz erkennen, um problemlos schreiben zu können. Hier kommen die Sinneswahrnehmungen des optischen Gedächtnisses zum Tragen.

 

Erst wenn alle diese verschiedenen Teilleisungen beim Kind richtig arbeiten, wird eine fehlerfreie Ansage im Heft stehen!

 

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